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War Goethe der erste Scrum-Master?

Wenn man heute von Veränderung oder Entwicklung spricht, fällt mit Sicherheit das Wort Agilität. „Wir brauchen agiles Projektmanagement, agile Teams, agile Führungskräfte, agile Mitarbeiter!“

Doch was bedeutet dieses agil denn überhaupt?

Am meisten geprägt wurde das Thema Agilität in der Softwareentwicklung, hier entstanden neue Arten des Projektmanagements wie Kanban und Scrum. Das Herzstück dieser Methoden ist eine bestimmte Haltung, die im Jahr 2001 von namhaften Softwareentwicklern im agilen Manifest zusammengefasst wurde.

Im agilen Manifest lesen wir folgendes:

1. Individuen und Interaktionen mehr als Prozesse und Werkzeuge
2. Funktionierende Software mehr als umfassende Dokumentation
3. Zusammenarbeit mit dem Kunden mehr als Vertragsverhandlung
4. Reagieren auf Veränderung mehr als das Befolgen eines Plans

Wenn ich das für mich und meine Seminare übertrage, komme ich auf einen zentralen Punkt. Wenn wir etwas verändern oder entwickeln wollen brauchen wir einen Plan, einen Plan der Sinn macht, einen Plan der uns Kraft gibt. Aber das wichtigste von allem ist, dass wir aktiv werden. Wir reden nicht nur darüber, wir tun! Nur dann können wir Erfahrungen sammeln, uns über die Erlebnisse und Ergebnisse austauschen und den Plan auch wieder verändern. Durch die Tat schaffen wir Veränderung, das wusste Johann Wolfgang von Goethe bereits 1808 bei der Veröffentlichung von Faust I, lesen Sie selbst.

Bringen Sie mit Change-Movement mehr Agilität und Tatkraft in Ihr Leben, Team und Unternehmen!

"Man kann mir nicht mehr Druck machen, als ich mir selber mache, das ist nicht möglich!" Jürgen Klopp

Trainer Jürgen Klopp wurde gerade mit dem FC Liverpool Champions League Sieger, herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle. Das hat mich an ein älteres Video erinnert, in dem Jürgen Klopp von der Lust aufs Gewinnen spricht. 

Ein Satz in diesem Video hat mich schon damals fasziniert: „Man kann mir nicht mehr Druck machen, als ich mir selber mache, das ist nicht möglich!“ Als ich das Video zum ersten Mal gesehen habe dachte ich mir, „So ein Quatsch, Du kennst meine Geschäftsleitung nicht, die können richtig Druck machen!“ Das war in einer Zeit, als ich als junge Führungskraft den Drang hatte, meinen Mitarbeitern, meinem Chef, meinem Vorstand und meinen Kunden gerecht zu werden. Die Folgen waren Stress, untypisches Verhalten, Überforderung und der Verlust am Spaß in meinem Job.

Wenn wir genau hinsehen lag alles was ich wollte, glückliche Mitarbeiter, ein glücklicher Chef, glückliche Kunden, nicht in meiner Hand. Wenn wir noch genauer hinsehen, dann war meine innere Religion z.B. „Wenn meine Mitarbeiter glücklich sind, dann darf auch ich glücklich sein.“ Heute weiß ich, dass das keine kluge Entscheidung war. Sobald mein Mitarbeiter glücklich war, war auch ich glücklich, bzw. wenn mein Mitarbeiter nicht glücklich war, war ich unglücklich. Wer entscheidet denn in diesem Moment darüber, ob ich glücklich sein darf oder nicht? Mein Mitarbeiter! Was aber, wenn Sie einen Mitarbeiter haben, der gar nicht glücklich sein will, oder der es nur dann ist, wenn ihr Chef definitiv nicht mit ihm zufrieden ist?

Damals habe ich mich dazu entschlossen, mein Werte-Schema zu ändern und den Spaß an meiner Arbeit in den Vordergrund zu stellen. Das Ergebnis war überraschend, ich war entspannter und alles ging mir leichter von der Hand. Und siehe da, auch die Mitarbeiter, Chefs und Kunden waren zufriedener. Mit dem Fokus auf den Spaß an meiner Arbeit, habe ich mich für etwas entschieden, auf das ich selbst Einfluss nehmen kann. Das war eine kluge Entscheidung.

In den folgenden Jahren habe ich mich intensiv mit den Themen Einstellung und Denkmustern beschäftigt, um Methoden zu erlernen, damit ich herausfordernde Situationen schneller erkenne und in die eigene Hand nehmen kann. Oft hilft mir ein leichter Perspektiv-Wechsel, um schwierige Situationen zu meistern. Jürgen Klopp beschreibt das im Video zum Beispiel so, „Ich glaube, dass uns die Angst vorm Verlieren nicht weiterbringt, aber die Lust aufs Gewinnen!“. Ich denke als Gewinner der Champions League kann er damit nicht so falsch liegen.

Wie auch Sie ein stressfreieres und selbstbestimmteres Leben führen können, lernen Sie z.B. in meinem Seminar „Stress mich nicht!“ oder in weiteren auf Sie zugeschnittenen Coachings und Seminaren

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Ihr Tobias Göttl